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29. Mai, 2011

Ich hatte heute wieder ein Astrologie-Seminar meiner fast abgeschlossenen Ausbildung. Am Nachhauseweg kam mir eine Idee- ich weiß nicht, ob sie genial oder verrückt ist. (…Wo ist der Unterschied…?)
Ich höre oft von Autoren die während der Romanentwicklungsphase Charakterstudien oder -bögen für ihre Figuren entwerfen, andere ganze Stammbäume oder gar Welten (Tolkien…).

Es wäre doch mal etwas ganz Neues und eine Verbindung meiner aktuellen Ausbildung mit dem Schreiben, wenn ich für jede Romanfigur ein Horoskop entwerfe- und so dann quasi das Schicksal entscheiden lasse, wie die Person auf gewisse Ereignisse reagiert bzw. welche Dinge sie überhaupt in ihr Leben anzieht und welche nicht- auch Combine, also Partnerschaftshoroskope kann man erstellen und so die Beziehung zwischen 2 Romanfiguren ergründen.
Auf diese Art erschließen sich dann auch ganz neue Aspekte, und bestimmt auch Romanideen, an die man gar nicht gedacht hat. Die Horoskope kann man dann ja auch beilegen- wäre eindeutig etwas besonderes, über das ich schreibe. Und genau so steht es in meinem Horoskop- dass ich über besondere, ungewöhnliche Dinge schreibe. So weit ich weiß, gibt es das noch nicht. Vielleicht eine Marktlücke? Das wäre doch mal was ganz Neues!!

Frage an meine Blog-Leser: Findet ihr die Idee verrückt oder spannend und neu?

08. Mai, 2011

Das Ziel ist es, jeden Tag zu schreiben.
Das Ziel ist es, wieder den Weg zu finden, wieder den Weg vor mir zu sehen.
Das Ziel ist es, wieder in die aktuelle Storyline einzutauchen.
Das Ziel ist es mich an das Schreiben wieder zu gewöhnen.
Das Ziel ist es, mein Ich wieder zu finden, das doch immer schon nur schreiben wollte.
Das Ziel ist es, meine Ablenkbarkeit zu besiegen. das Ziel ist mich nicht mehr mit Ausreden vorm Schreiben zu drücken.
Das Ziel ist es, mich nicht mehr gegen die harte Arbeit, die das Schreiben bedeutet, zu sträuben.
Das Ziel ist es, mich nicht (mehr) von schlechter Kritik vernichten zu lassen.
Das Ziel ist es, den Stimmen, die sagen, ich hätte ohnehin nicht das Zeug dazu, nicht zuzuhören.
Das Ziel ist es, mein Ziel zu erreichen.
Das Ziel ist es, bis Ende Sommer das Manuskript fertig zu haben.
Das Ziel ist es, so nah an der Geschichte dran zu bleiben, dass ich ihr zuhören kann, wie sie mir von sich aus erzählt, wie es weiter geht.
Das Ziel ist es, die Motivation und Tatkraft zu entwickeln, die dieser Beruf braucht.
Das Ziel ist es, nicht mehr hundert andere Dinge zu finden, die ich noch machen “muss”, bevor ich schreiben werde.
Das Ziel ist es, hier und heute damit anzufangen, das Schreiben (wieder) zu der wichtigsten Sache in meinem Leben zu machen.
Das Ziel ist es, diese Willenskraft nach außen zu tragen, sodass es mir gelingt, die richtigen Menschen anzuziehen.
Das Ziel ist es, keinen Tag mehr nicht schreiben zu wollen.
Das Ziel ist es, das Nichtschreibenwollen an diesen Tagen übergehen zu können und trotzdem zu schreiben.
Das Ziel ist es, wenn ich mich nicht danach fühle, erst recht zum Stift zu greifen und zu schreiben, weil es mir danach besser gehen wird.
Das Ziel ist es, nach dem Schreiben wieder ganz genau zu fühlen, wo mein Weg ist.
Das Ziel ist es, die Figuren meiner Geschichten zu meinen besten Freunden zu machen.
Das Ziel ist es, der Welt zu zeigen, dass ich ehrgeizig genug sein kann, es zu schaffen.
Das Ziel ist es, meine nagenden Selbstzweifel so lange zu ignorieren, bis sie verstummt sind.
Das Ziel ist es, den Zweiflern draußen zu beweisen, dass etwas in mir steckt, das Gehör finden soll.
Das Ziel ist es, mich jeden Tag hinzusetzen, und einfach drauf los zu tippen.
Das Ziel ist es, meinen Lebensplan ab jetzt wieder aktiv in die Hand zu nehmen.
Das Ziel ist es, zu erkennen, dass es nie zu spät ist, wenn ich etwas wirklich will.
Das Ziel ist es, Menschen auf mein Können aufmerksam zu machen.
Das Ziel ist es, mir die Unterstützung holen zu können, die ich auf meinem Weg brauche.
Das Ziel ist es, zu wissen, dass Leidenschaft und Können manchmal nicht reicht.
Das Ziel ist es, diese Anlage in mir, die das Schreiben ist, nicht ungelebt verkümmern zu lassen.
Das Ziel ist es, die harte Arbeit nicht mehr zu vernachlässigen, weil ich glaube, es wird sich schon irgendwann ergeben.
Das Ziel ist es, zu akzeptieren, dass der Spruch: Erfolg ist 10% Inspiration und 90% Transpiration zu 100% stimmt.
Das Ziel ist es, nicht mehr blauäugig zu glauben, schon irgendwann entdeckt zu werden, auch ohne Anstrengung.
Das Ziel ist es, bereit dafür zu sein, alles zu tun, und auch mir einzugestehen, wenn ich einmal nicht mehr weiter komme.
Das Ziel ist es, auch dann noch zu wissen, wo ich mir das herholen kann, was mich weiter bringt, um Hindernisse als Wachstumschancen zu sehen.
Das Ziel ist es, an mich zu glauben und einfach meinen Weg zu gehen, wie unkonventionell er auch ist.
Das Ziel ist es, auch Kritik die mir begegnet, in konstruktiven Antrieb umzuwandeln, um stetig an meinem Schreiben zu arbeiten.
Das Ziel ist es, der Welt meine Bereitschaft für vollen Einsatz zu zeigen.
Das Ziel ist es, die Bequemlichkeit abzulegen, die mich bisher an so vielen Tagen einfach nicht schreiben ließ.
Das Ziel ist es, die Freude, die ich beim Schreiben empfinde, so zu transportieren, dass der Leser sie bei jedem Wort spüren kann.
Das Ziel ist es, zu spüren, dass noch viele Geschichten in mir sind, die ich schreiben will.
Das Ziel ist es, so gut zu werden, dass diese Geschichten viele Leser finden.
Das Ziel ist es, zu erkennen, das sich ein Ziel habe und dass dieses Ziel heißt: publizierte Autorin zu sein.
Das Ziel ist es, dieses Ziel nie wieder aus den Augen zu verlieren.

08. Mai, 2011

Ich hab ja auch mal ein paar Songtexte geschrieben- hier einer davon:

Tough To Be Without You

There you are, looking at me.
Don´t you recognize me?
Take your time and think about it.
Wasn´t there something we had,
dont you remember what we shared?
Cant believe this distance,
though once we were so close.
I´ve been dreaming of seeing you again,
I needed you so much.
Please, don´t talk about the past,
I don´t care for your reasons.
I just have one wish:
Though I´m not that little girl anymore,
let´s pretend I am.
Cause there´s one thing that hasn´t changed.
I still need you to

Chorus: Take me in your arms,
cover me with your embrace.
give me shelter from this cold,
this world without you.
Just take me in your arms
and let me rest, rest a little while.
Give me courage, give me strength,
strenght to face this world without love,
I never thought it would be so tough,
tough to be without you.

You gave me what I needed, then,
but I can´t help crying, now.
Cause it´s tearing me apart,
knowing we will again part.
Seperate ways you wanted us to go,
though you knew I would miss you so.
You chose it to be this way,
it´s you who wanted to go away,
and I had to live with it, I had to be alone.
But somehow I made it, I changed,
but there´s one thing
I still pray for every night

Chorus: Take me in your arms,
cover me with your embrace,
give me shelter from……

(c) Victoria S. Marian 2001

02. Mai, 2011

Experiment. Hab mir gedacht, anstatt immer nur darüber zu bloggen, dass ich Schreibtraining gemacht habe, wieso nicht selbiges einmal hier rein setzen. Und so:

Ablenkbarkeit ist was furchtbares.Jetzt hab ich vorher zu schreiben begonnen, und wollte schreiben, eine Stunde. Und dann hab ich nach zwei Seiten wieder aufgehört. Mich ablenken lassen. Plötzlich wird alles andere wichtig. Alles. Das nagende Hungergefühl, dass man sich geschworen hat zu besiegen bis zum Sonnenuntergang. Die Mails, die rein kommen, ohnehin alles nur unwichtige Werbung, aber wissen muss mans trotzdem. Und sich dazu vom Schreibblock weg bewegen. Und wehe, der Handyakku wird leer. Deswegen muss man es noch schnell anstecken. Und schon hat man den Faden verloren, den man doch eigentlich noch gar nicht richtig zu fassen bekommen hat. Aber vielleicht ist genau das das Problem. Dass man sich nicht zutraut, etwas zu fassen zu bekommen, etwas in sich einfangen zu können, was es wert wäre zu Papier gebracht zu werden. Deswegen, lieber einmal ein Mini-Eis aus dem Kühlschrank vorholen, um das Hungergefühl doch ein bisschen zu beschäftigen. Nervt ja auch, so ein Bauchgrummeln, und ist wahnsinnig störend beim Schreiben. Da kann man sich ja nicht konzentrieren. Und wird abgelenkt. Und schon ist es vorbei mit dem schönen Vorsatz etwas zu schreiben. Etwas von Wert, mit dem man später etwas anfangen kann- vielleicht einen Teil davon rausschneiden, aus dem Ganzen ein Stück entfernen und es später verwenden. Für die Bewerbung oder den Roman. Ganz egal. Aber wenn man nichts schreibt, kann man nichts davon verwenden. Nie. Und so setzte ich mich wieder hin, 16:15 war es da. Diesmal mit Laptop. Offenbar liegt mir das mehr, meine Gedanken geraten nicht so sehr ins Stocken wie mit Papier und Stift. Da muss man Zeile wechseln, Seite umblättern. Alles Dinge, die ablenken. Vom Wesentlichen. Von dem, das eigentlich wesentlich sein sollte. Aber anders geht es nicht. Man muss seinem Impuls folgen, kann sich doch nicht selbst am Stuhl festketten, nur damit man ein paar Zeilen schreibt. Oder kann man? Ich möchte es nicht ausprobieren. Denn festketten hat so etwas zwanghaftes, und zwanghaftes Schreiben wird selten gut. Deshalb besser einfach fließen lassen. Und schauen wo es hinführt. Gleichzeitig jedoch sich nicht ablenken lassen. Das ist der Balanceakt, den es zu meistern gibt. Und ich habe keinen blassen Schimmer wie das funktionieren soll. Aber noch bleiben mir ein paar Tage, ein paar Stunden Schreibtraining, ohne Ziel ohne Vorgaben habe ich noch vor mir, habe ich mir noch gegönnt, bis zu meinem erklärten Ziel. Der Weiterarbeit an meinem Romanprojekt. Vielleicht sollte ich es einfach umnennen. Romanprojekt klingt so groß. So gewaltig. Und Gewaltigkeit kann einschüchtern. Kann blockieren. Ist es das was mit mir passiert? Jedes Mal wenn ich nicht vorm Pc sitze, grade nicht meine Gedanken in welcher Form auch immer in den Computer klopfe, freue ich mich auf diesen Moment, freue mich auf das Gefühl währenddessen, auf das Gefühl danach. Und wenn ich dann vor dem Pc sitze, in meiner Wohnung, alles schön hergerichtet, mein Laptop bis zum Anschlag aufgeladen, er wird mich also keineswegs im Stich lassen. Da fällt mir ein- wo ist mein Glas? Ich kann doch unmöglich meine Schreibsession beginnen, ohne mein Glas. Vorher habe ich, als ich unerlaubter Weise aufgestanden bin und mich von der Tastatur entfernt habe- man hätte mich doch anketten sollen. Aber wäre das gegen die Menschenrechte? Gegen die Autorenrechte? Oder wäre es diesen sogar zuträglich? Nein, zwingen geht nicht. Und so stehe ich nun auf und hole mein Glas. Aber halt- ich habe gar keinen Durst. Welchen Sinn hat es mein Glas zu holen, wenn ich gar keinen Durst habe? Was soll es sein, wenn nicht eine weitere Ablenkung, um nicht zu merken, dass ich eigentlich schreiben sollte. Weil ich es mir vorgenommen habe. Weil ich es will. Denn darauf läuft es doch hinaus. Ich tue hier nichts, was ich nicht will. Im Gegenteil- ich will es sehr. Kann man es zu sehr wollen? Blockiert das zu sehr wollen von etwas den Weg zur Erfüllung des Wunsches? Oder mache ich mir hier zu viele Gedanken, und schreibe aus Ablenkung von meinem eigentlichen Schreiben, der Charakteristik meiner Romanfiguren, einfach so vor mich hin. Um eine Entschuldigung zu haben. Um zu sagen, ja- ich habe zwar die Charakteristik nicht fertig gebracht, bin also wieder nicht im Romanprojekt (dieses GROSSE Wort..) weiter gekommen. Aber- kuck, ich habe geschrieben. Das zumindest.

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