25. März, 2011
Nachdem ich die erste Hürde des Exposés ansich heldenhaft erklommen habe, konnte ich mich sogar dazu bringen, ein paar Worte über mich selbst und meine Motivation für das Schreiben des MS zu Papier zu bringen. Und eine schöne Form hat das ganze auch noch, durch ein obligatorisches Deckblatt mit personalisierfähigem Anschreiben, bekommen.
Bin begeistert. Von mir selbst. Von meinem Schatten, der gar nicht so hoch war, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe. Ich bilde mir sogar ein, er hat sich als sehr klein erwiesen. Gradezu zwergenhaft. Und in meiner Phantasie (davon haben wir Autorinnen ja bekanntlich viel zu viel
hat er sich sich, weil er gesehen hat, wie sehr ich mich da rein”hänge”, sogar extra noch ein bisschen in die Hocke gegangen, um mir den Sprung zu erleichtern. So ein lieber, mein Schatten.
Mhhh.. fehlt nur eine klitzekleine Kleinigkeit. Unwichtig. Gradezu nichtig im Vergleich dazu, was ich in den letzten Tagen alles in Bewegung gesetzt habe…
ich muss das Manuskript noch fertig schreiben. Aber DAS kann ich ja. Dafür lebe ich ja. …hoffentlich hab ichs jetzt nicht verschrien.
Es dankt und bangt
eure VSM
22. März, 2011
die Schriftstellerei ist der größte Arbeitsplatz der Welt.
-Victoria S. Marian
21. März, 2011
Endlich wieder dieses Gefühl!
Nicht nur: Ja, ich will das! Gemeint ist das Schreiben, natürlich.
Sondern auch das Gefühl: Ja, ich kann das!
Habe das Exposé noch ein bisschen verfeinert und auch ein Kurzexposé ist mir überraschend mühelos gelungen. Und da zeigt es sich: Man muss tatsächlich genau wissen, worum es geht- welche Geschichte man schreiben will. Dann geht das. Und ich weiß, worum es geht, warum ich diese Geschichte schreiben muss. Schön
Verdienten Feierabend hat jetzt
Eure
VSM
20. März, 2011
doch noch überwunden. Es ist ein Wunder!! Ich habe mich selbst überlistet!! Übertroffen möchte ich fast sagen. Wenn es nicht so unglaublich arrogant klingen würde…
Aber von vorne: In 2 Wochen werde ich an einem Schrifstellerseminar teilnehmen. Voraussetzung dafür ist nur die Einsendung eines 5seitigen Text(auszug)s. Soweit so gut. Umfasst m ein aktuelles Romanprojekt doch schon satte 72. Also: done.Weiter im Text des Briefes gelesen. Aha. Ein Exposé kann man auch mitsenden. Ui. Großes Ui. Ein Exposé. Meine Schwachstelle. Ich merke, wie diese Worte die Stelle in meinem Körper berühren, die meine Exposé Schwachstelle repräsentiert. Und es tut weh. Schmerzen. Und Erinnerungen an den Fehlschlag letztes Jahr. TraumLebensTraum hat niemals ein Exposé bekommen. Aber naja. The past is in the past. Stimmt ja wohl. Nun gut. Man kann also zusätzlich ein Exposé einreichen. Wenn man es möchte. Aber, ganz ehrlich mal: Wer möchte das denn nicht? Ein Schreibseminar geleitet von einer Verlegerin eines österreichischen Verlages- da kann man doch einfach nicht kein Exposé mitschicken. Diese Chance. Himmel! Spätester Einreichungstermin 2 Wochen vor Seminarbeginn. Und so… habe ich mir, schlau wie ich bin, in Hoffnung auf gnadenlose Selbstüberlistung meiner chronischen Aufschieberitis einen Tag markiert, präzise genau 5 Tage vor 2 Wochen vor Seminarbeginn. Schlau, nicht? :-) Und so habe ich heute den ganzen Tag cette Projekt gewidmet. Kinobesuch? Nein, das geht heute nicht. Ich würde nur mit Bauchkrämpfen in dem Saal voller Menschen sitzen, und mein schlechtes Gewissen würde mir den Magen zuschnüren, der WEg für das leckere Popcorn auf dem Schoß meiner Kinobegleiterin wäre versperrt. Also- reine Verschwendung. Und ich will das auch nicht. Ich will endlich mal über mich selbst siegen. Mir selbst beweisen, dass ich es kann. Denn, schlaue Menschen sagten mir unlängst: Das gibts doch gar nicht, dass du das nicht kannst. Du schwimmst doch quasi eh schon so in der Nähe von so einem Exposé herum, wenn du doch den Roman schon schreibst und die Geschichte im Kopf hast. Von Anfang bis Ende wohlgemerkt. Ja. Plus ein bisschen nicht unwesentlicher Handlungsstränge dazwischen.
Deswegen- heute Freizeitsperre. Nix Sonntag Ruhetag. Für mich galt heute: Sonntag, Exposétag. Und siehe da. Jetzt- 4 Stunden später, mit der Hilfe von sämtlichen Mächten, in Form von menschlichen Ratgebern und himmlischen Eingebungen ist es doch tatsächlich da. Ein Exposé. Ein Grundgerüst, wenn nicht schon die ersten Rohmauern schon zementiert wurden, eines Exposés. Abgesegnet von jemandem, der es wissen muss. Und für nicht mal schlecht befunden. Und damit geb ich mich zufrieden. Ich habe einen Lernschritt vollzogen- mit 14Meilen Stiefeln habe ich den Tag hinter mich gebracht- von “Exposé- Hilfe, ich kann das nicht” bis zu “Wie? Das wars? Mehr ist das nicht?” Und ich bin stolz. Auf mich. Und darauf, dass ich nie wieder Angst haben muss vor diesem Exposé. Denn jetzt weiß ich:
The secret of getting started is getting ahead. Wie wahr…
Und als Nebeneffekt hab ich jetzt auchnoch die Lust wieder gefunden, den Roman weiter zu schreiben. Und weiß, dass er noch im Sommer fertig sein wird. Ich weiß es einfach…
Eure euphorische
VSM