Ich habe gerade mit großem Schrecken bemerkt, dass ich seit genau einem Monat keinen Blogeintrag mehr geschrieben habe. 30 Tage ohne ein Lebenszeichen, 720 Stunden ohne Inspiration. Naja, nicht ganz ohne. Denn ein bisschen bin ich seitdem schon in meinem Romanprojekt weiter gekommen. Nicht so weit, wie ich es mir gewünscht hätte, aber das liegt wohl eher an meinem unrealistischem Perfektionismus-Zwangsstörung als an den reelen Gegebenheiten. Oder doch nicht. Ich weiß es nicht. Denn wenn ich es gewollt hätte, wäre ich jeden Tag, wirklich jeden Tag, gesessen und hätte in die Tasten gehauen, als gäb´s kein Morgen. Aber stattdessen hat mich die Inspiration jeden Tag ein Stückchen mehr allein gelassen, jeden Tag ist die Geschichte ein bisschen weiter weg gerückt. Und ich versuche weiterhin, am Tau zu ziehen, um sie wieder einzuholen. Ich stehe am Ufer, mit diesem faustdicken Tau in den Händen, an dessen anderem Ende mein Plot auf der Meeresoberfläche treibt, wie ein Eisberg, der Großteil unter Wasser. Und die Schreibübungen werden mir helfen, ich weiß es- und zum ersten Mal kann ich der Tatsache etwas Gutes abgewinnen, dass ich nicht nach Zeitplan schreiben muss, es gibt keinen Verlag, der auf mein Manuskript wartet. Dabei bin ich sicher, dass sich meine kreativen Kräfte so schnell um sich selber drehen würden, wenn da einer wär. Aber noch schreibe ich für mich- und nicht für einen Verlag.
So- und das war jetzt verkehrte Psychologie.Vielleicht klappts dann auch mit dem Verlag?
Sachdienliche Anfragen bitte direkt an mich
Eure
VSM
