BLOG
28. April, 2010

Nun ist es wirklich soweit. Ich bin total in die Welt meines neuen Manuskripts eingetaucht, sehe die Figuren in meinem Kopf so deutlich vor mir wie die Darsteller eines Films auf einer Leinwand. Soeben habe ich das 2te Kapitel beendet- und obwohl es noch nicht mal einen Arbeitstitel hat, weiß ich seit heute, wie ich mir das Cover vorstelle. Obwohl das wahrscheinlich noch bearbeitet werden wird, sollte es meine neue Geschichte bis zu einem Verlag schaffen. Aber im Moment ist das zweitrangig. Im Moment ist nur die Geschichte und die Menschen darin wichtig, und das Schreiben. Herrlich, dass es wieder Sommer ist, und ich wieder schreiben kann. 12300 war der heutige Endstand, und es hat erst begonnen. Ich freue mich!

Mein neuer Schreibsommer kann kommen!

Eure
VSM

23. April, 2010

Gestern habe ich dem Ganzen ja noch nicht wirklich getraut, war noch skeptisch und wusste nicht.
Doch heute weiß ich. Gestern durch eine Übung in Bonni Goldbergs Raum zum Schreiben inspiriert, begann in meinem Kopf wieder das Kino. Brav wie ich bin, habe ich handschriftlich begonnen, sollte es ja nur ein Schreibtraining sein, wie ich es seit 2 Wochen täglich mache. Doch schnell war mir klar, da ist was im Gange. Die Figuren liefen über die Leinwand, und meine Hand hatte Mühe, hinterher zu kommen. 17 Seiten später bin ich aus meiner Trance erwacht und war erschlagen aber glücklich. Genau so hatte es sich damals auch angefühlt- als ich TraumLebensTraum schrieb. Nach diesem Gefühl habe ich gesucht, und es hat mich gefunden. Gestern 17 Seiten, heute 24. Erstes Kapitel abgeschlossen. Einziges Problem.. das ganze ist handschriftlich. Doch damit ist jetzt Schluss. Ab morgen wird ernsthaft gearbeitet, wozu hat Frau denn einen Laptop und ein Schreibprogramm. Stellt sich nur die Frage- wer tippt mir jetzt ab, was schon in meinem grauen Allerwelts-Notizblock steht? Mir graust davor, aber mich beschleicht das Gefühl, dass es wiedermal heißt: Selbst ist der Autor. Na, wenn das mal nicht die Kreativität killt. Aber ich lass mich nicht ablenken,
die Figuren in meinem Kopf sind geboren, da kann man jetzt eh nichts mehr dagegen tun. Nicht, dass ich das wollen würde- ich hab nur den leisen Verdacht, der Alltag will. Aber er wird´s nicht schaffen, dagegen kommt er nämlich nicht an. Zum Glück ist Wochenende. Mal schauen, wie weit ich bis Montag komme.

Eure
VSM

21. April, 2010

Im Moment bekommt mein Buch sehr viel Aufmerksamkeit- was mich natürlich unglaublich freut.
das zweite Interview und die neueste Rezension sind online!

Das Leben fühlt sich für mich im Moment wirklich wie in einem Traum an, mit dem Unterschied, dass ich mich darüber freuen kann, dass es keiner ist. Die Aufmerksamkeit und die postiven Feedbacks die TraumLebensTraum bekommt, freuen sehr und ich werde dadurch immer wieder aufs Neue in meinem derzeitigen Gefühl bestärkt- denn schreiben gehört nun mal zu meinem Leben, und im Moment habe ich mehr denn je das Gefühl, ich muss es auch zulassen, muss es tun. Watzlawick hat schon gesagt: “Man kann nicht nicht kommunizieren” Und ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass das Schreiben meine Art ist, mit der Welt, meinen Lesern, zu kommunizieren. Deswegen sage ich: Ich kann nicht nicht schreiben. Aber ich denke das ist im Moment auch genau das, was ich tun sollte.

Es freut sich

Eure
VSM

21. April, 2010

Nun geht es wirklich Schlag auf Schlag!

Barbaras Buchregal hat soeben das Interview freigeschalten, das ich in den letzten Tagen gegeben hab. Hier gehts zur Vorstellung von TraumLebensTraum

Verpackt hat sie das ganze in ein Gewinnspiel- also wer Lust hat: Mitmachen!

Eure
VSM

20. April, 2010

Nun ist es soweit, während der letzten Tage hat sich viel getan. In den letzten Tagen habe ich das erste Interview wegen des Erscheinens von TraumLebensTraum gegeben, und heute kann man es schon online lesen.
Hier geht´s zum Interview.

Viel Spaß beim Lesen!

Eure
VSM

18. April, 2010

“Permanent in eine Schublade geschoben zu werden tut mir nicht gut. Deshalb sage ich immer: Ich bin eine Schriftstellerin, die lesbisch ist, und keine lesbische Schriftstellerin.”

-Jeanette Winterson

14. April, 2010

Neulich war es wiedermal Zei für meinen Frisörbesuch. Und wie man das halt so tut, haben wir über alles mögliche, Gott und die Welt geplaudert. Und auch mein frisch herausgekommenes Buch ist zur Sprache gekommen, da er meinen Kopf das letzte Mal Mitte Februar in Ordnung brachte.

Ich also davon erzählt, und was macht er? Behauptet doch allen Ernstes er kann mit Sicherheit behaupten er habe in seinem Leben noch kein einziges Buch gelesen- kein ganzes vermute ich mal, dass er damit meint. Aber auch wenn er nicht mal ein halbes Buch gelesen hat, finde ich das seltsam. Kann man sich (heutzutage) wirklich damit brüsten, noch nie ein Buch von der ersten bis zur letzten Seite gelesen zu haben? Ich war schockiert.

Für mich gehört und gehörte lesen immer zu mir. Nicht nur das Schreiben wurde sehr früh ein Teil meines Lebens, ich kann mich heute noch an mein erstes Lieblingsbuch erinnern- da war ich 10. Und eine neue Ausgabe steht heute noch in einem meiner sich vor Gewicht biegenden Bücherregale. Ohne Bücher sein, nein- das geht gar nicht. Wie kann man sein Leben verbringen, ohne diese andere Welten? Denn dazu sind doch Bücher perfekt- sich in eine andere Welt, womöglich in eine andere Zeit zu transferieren- eine Weile lang Abstand vom eigenen Leben zu bekommen, und einer Figur über die Schulter zu schauen, die etwas total konträres erlebt. Bücher waren mir immer schon Freunde.

Sicher, meine Freunde würden mich aufgrund meiner 300+ DVD Sammlung als Filmfreak bezeichnen, und wahrscheinlich bin ich das auch. Aber ohne lesen, GANZ ohne lesen mein Leben zu verbringen. Niemals- nicht mal wenn man mir eine hübsche Summe Geld dafür bezahlen würde. Denn nur dadurch, dass ich Bücher kennen gelernt habe, viele davon einfach verschlungen habe- bin ich heute dort, wo ich bin. Nur durch das Erwerben meines ersten Büchereiausweises habe ich herausgefunden, was mir wirklich liegt, was ich machen will in meinem Leben. Und habe mich schlussendlich für den Kauf eines Bücherregals entschieden, weil mir das Ausborgen der Bücher irgendwann nicht mehr genug war. Einige, die mir besonders gut gefielen, wollte ich, musste ich einfach haben. Und so erwachte auch mein Wunsch zu schreiben früh, dank dieser Bücher, die ich damals las.

Ach ja, mein erstes Lieblingsbuch war übrigens: Max, mein Bruder.
Derzeit ist es Nicholas Sparks´ Wie ein einziger Tag.
Aber das verdrängt das andere ja nicht. In meinen Bücherregalen ist Platz für beide. Zum Glück.

Eure
VSM

09. April, 2010

Neulich im Auto: Aus meinen Lautsprechern schallt mir Silbermond´s Krieger des Lichts entgegen.
Nun bin ich nicht eine, die immer lauthals alle Texte im Auto mit schiefem Ton mitlallen muss,

da singe ich schon lieber innerlich und höre gleichzeitig die Texte noch, wie sie gemeint waren.

Und so traf es mich: Krieger des Lichts, nicht ohne Grund mein derzeitiges Lieblingslied.
Doch die Gründe hierfür scheinen mir jetzt in einem ganz anderen Licht. In der intensiven Schreibphase, in der ich mich gerade befinde, kann ich gar nicht anders als alles mit besonderen Ohren zu hören.
Lange Rede, kurzer Sinn: Dieses Lied könnte auch eine Hymne für Schriftsteller sein.

Denn ist es nicht so, dass man sich von nichts und niemanden ablenken lassen sollte, egal ob Schreibtraining oder auch ganz besonders dann, wenn man an einer guten Sache schreibt?

Sei wie der Fluß, der eisern ins Meer fließt
Der sich nicht abbringen läßt egal wie schwer’s ist

Und auch Mut braucht man als Autor sicher einen besonderen, sind es doch die Geschichten, die man über das sichtbar Mögliche hinaus entwickelt, die Besonderen. Dort wo die anderen aufhören eine Geschichte zu erzählen, beginnt da nicht erste die Wahrheit?

Selbst den größten Stein fürchtet er nicht
Auch wenn es Jahre dauert bis er ihn bricht

Auch die Sache mit dem Durchhaltevermögen verlangt einige Übung- nur die, die es wirklich wollen, werden die Zeit finden, sich wirklich hinzusetzen, Tag für Tag, und zu schreiben. Egal was es ist- einfach schreiben. Und das ohne Ausflüchte.

Und wenn Dein Wille schläft, dann weck ihn wieder
Denn in jedem von uns steckt dieser Krieger

Aber aller Mut ist nichts wert, wenn die Geschichten nicht so geschrieben sind, dass man dem Leser etwas anbietet, an dem er selbst teilhaben kann, an das er sein Herz verlieren kann, sich mitfreuen, mitleiden kann.

Dessen Mut ist wie ein Schwert
Doch die größte Waffe ist sein Herz.

Auch Angst ist fehl am Platz, wenn man eine wirklich gute Geschichte schreiben will. Denn dort, wo die anderen sich nicht rantrauen, wo für andere eine Grenze ist, die sie nicht wagen zu überschreiten, liegt die Chance, etwas Einzigartiges zu schaffen.


Hab keine Angst vor Deinen Schwächen
Fürchte nie Deine Fehler aufzudecken

Und zum Schluss noch die größte aller Herausforderungen. Denn ich glaube, man sollte wenn man etwas schreibt, alle Möglichkeiten offenhalten, den Figuren alle Freiheit lassen, die sie verlangen. Und deswegen passt auch dieser Textteil finde ich sehr gut auf die Profession des Autors. Denn genau das macht es so wunderbar, die Tatsache, dass wir mit unserem Geist, mit unseren geschriebenen Worten auf Papier alles möglich machen können.
Wenn wir wollten, könnten wir sogar unsere eigene Geschichte umschreiben, nur um zu sehen, was wäre wenn?

Lerne vergeben und verzeihen
Lerne zu fesseln und zu befreien

 

Das waren nur ein paar schnelle Zeilen zwischendurch.
Ich hoffe ihr verzeiht mir die womöglich sehr wirren Gedanken, aber ich wollte all dies notieren, wo es noch frisch ist. 

Eure
VSM

 

05. April, 2010

So- ich tauche kurz aus meiner Parallelwelt auf um euch an meiner Freude teilhaben zu lassen.
Soeben wurde die erste Rezension von TraumLebensTraum online gestellt.

Danke dafür an Wolfbooks!

Und sonst?
Ja, ich habe die Osterfeiertage ganz in meiner eigenen Schreibwelt verbracht. Natalie Goldbergs Schreibtraining hat mich wie es scheint wieder auf meinen Weg zurück gebracht. Denn mein Notizbuch ist schon fast voll, und im Moment verliebe ich mich in einfach jede Figur die ich so entwerfe- obwohl es ja eigentlich nur Training sein soll.
Aber wer weiß, vielleicht tritt mir eine meiner so entworfenen Figuren einmal auf den Fuß und verlangt nach ihrem Recht auf ein längeres Leben als nur auf ein paar Seiten. Wir werden sehen. Aber für den Moment reicht mir das, was ich habe.
Einziges Problem: Was mache ich, wenn nach diesem herrlichen langen Osterwochenende ganz in meinem Element die reale Welt wieder ihren Tribut fordert?

….to be continued.

Eure
VSM

02. April, 2010

Wow! Wer hätte gedacht, dass es so ausgeht?

Nichtsahnend  hab ich mich heute bei dem schönsten Sonnenschein auf meiner Terrasse niedergelassen und mir Natalie Goldbergs “Schreiben in Cafés” hergenommen. Sie schreibt sehr schön, was man so durchmacht, wenn man sich auf den Weg macht ein “Großer” zu werden im Literaturgeschäft. Ich finde mich auf jeder Seite wieder. Und was sie immer wieder betont, ist die eigene Faulheit darf einem nicht im Weg stehen. Und ich bin sehr faul. Es ist Wochenende, oder? Osterwochende noch dazu- ich darf faul sein. Falsch! Darf man eben nicht. Mich zwingt ja niemand, in Übung zu bleiben. Ich mach es ja für mich. Um dem nächsten Werk ein wenig näher zu kommen. Stück für Stück. Und so hab ich mir gedacht, was solls- probieren kann ich´s ja mal. Hab ich doch wirklich schon lange nichts mehr geschrieben. Und habe mir die Seite 39ff zur Vorlage genommen, schnell in meinem Fundus gekramt und meine Motivation herausgefordert. Gefunden habe ich dabei einen alten Spiralblock, genau das Richtige nach Goldberg, denn wenn das Notizbuch für die Übungen zu schön, zu wertvoll anmutet, schreibt man es nie voll. Und bleibt ungeübt. Wie RECHT sie hat! Und so hab ich einen Spiralblock gefunden. Zuletzt hatte ich den in der Hand, das war 2007. Ich weiß das so genau, denn die ersten Seiten waren voll mit Antworten zu Stadt Land Fluss in der Handschrift meines besten Freundes. Und als wir das gespielt haben, lag ich grade im Krankenhaus. Deswegen weiß ich das so genau. Egal. Höchste Zeit also, besagten, halb zerflederten, wirklich nicht besonders hübschen Spiralblock seinem neuen Zweck zuzuführen. Nur noch einen flutschigen Stift gesucht- wer will sich schon mit Kulis, die schwerfällig oder unterbrochen übers Papier kratzen, aufhalten? Und schon bin ich bereit. Noch schnell die Uhr gecheckt. 14.20. Und los.

Ich soll beschreiben, wie der heutige Morgen für mich verlief. Kommt mir anfangs ein wenig seltsam vor, aber schon bald merke ich wie ich wirklich etwas zu sagen habe. Viel zu sagen habe. Und ich schreibe und schreibe, ohne Zensur, ohne behände zu formulieren, ohne Sätze 3 Mal umzuschreiben, schreibe ich einfach. Wort für Wort, Satz für Satz. Nach Seite 5 beginnt es zu tröpfeln. Und ich merke es nur, weil genau das Wort, das ich gerade geschrieben habe plötzlich in sich verläuft. Ein kleiner wässriger dunkelroter Fleck bildet sich. Ich lasse mich nicht beirren, Ablenkung ist der Feind jeder Schreibübung. Und schreibe weiter- zensiere nicht, korrigiere nicht, schreibe nur. Und schreibe viel. Und lang. 10 A4 Seiten später bin ich leergeschrieben. Ich schaue auf die Uhr. WOW! 1h25 sind vergangen. Wo ist die Zeit hin? Ich hab doch gerade erst angefangen…

Es sind solche Momente, die mich wieder zu dem zurück führen, woran ich erkenne, dass ich das Richtige in meinem Leben verfolge. Das einzig Logische aus meinem Leben mache, das ich mir für mich vorstellen kann. Ich schreibe.

Eure
VSM

Webdesign © by iCatcher.at