26. März, 2010
Der Frühling hat endlich in Wien Einzug gehalten. Und selbst wenn alle Wetterfrösche unisono quaken, dass nächste Woche wieder ein Kälteeinbruch auf uns zu kommt- meine Lebensgeister sind geweckt. Ich fühl mich großartig!
Teils liegt das bestimmt daran, dass nach so vielen Jahren mein Buch endlich den Weg in die Veröffentlichung und somit an die Öffentlichkeit geschafft hat. Das Gefühl, das man dabei empfindet, wenn man sein Buch, seine niedergeschriebenen Gedanken bei Amazon im Sortiment sieht, kann man gar nicht beschreiben. Das ist auch nichts, was man nachvollziehen kann, wenn man es nicht schon selbst erlebt hat. Und ich erlebe es nun seit dem 3.März, und es ist wie eine Welle der Zufriedenheit, die mich mit der Veröffentlichung erfasst hat. Mich überschwemmt hat, vollkommen mit Haut und Haaren erfasst hat sie mich.
Doch darin liegt aber auch schon das Problem. In mir wächst langsam der Verdacht, dass Veröffentlichen süchtig macht.
Ich kann gar nicht genug von diesem Gefühl bekommen, so sehr genieße ich es, dass ich schon fieberhaft nach dem nächsten Thema suche, dass groß genug ist, sprich 75000 oder mehr Worte braucht, um erzählt zu werden. Denn die Frühlingsgeister sind mir direkt in die Finger geschossen- es kribbelt und kitzelt. Ich kann sie kaum still halten, sie flitzen über die Tastatur ohne jegliche Kontrolle meinerseits. Wiederum ein tolles Gefühl. Ich sehne mich jetzt schon nach dem Gefühl, dass ich hatte, während TraumLebensTraum entstand. Die endlosen, zutiefst erfüllten Sommertage auf der Terrasse mit meinem Laptop, meine Finger haben Mühe die Bilder in meinem Kopf, die rasend schnell vorbei ziehen, rechtzeitig in Worte umgewandelt zu Papier zu bringen. Die Stunden fliegen an mir vorbei- und kaum habe ich einmal vom Bildschirm aufgeschaut ist es bereits Abend. Unglaublich befriedigend war es, die geschriebenen Seiten des Tages vor sich am Computer noch mal runter zu scrollen und sich dann entspannt zurück zu lehnen. Wieder einen großen Schritt geschafft.
Und das Schönste daran? Es fühlte sich keinen einzigen Tag davon nach Arbeit an.
Eher nach einer Notwendigkeit meines Geistes, er konnte gar nicht anders, als zu schreiben, atemlos den Bildern in meinem Kopf hinterher zu tippen, bevor sie verloren gehen.
Ich spüre es- bald ist es wieder so weit. Der nächste Sommer wird ein Schreibsommer. Endlich!
Fragt sich nur, finde ich ein Thema bevor meine Finger in den Ruhestreik treten?
Vorschläge, anyone?
Eure VSM